Aus Fehlern lernen – der garantierte Erfolg!

Das obere Prozent

Bestimmt hast du schon mal die Annahme gehört, dass nur ca. 1-2 Prozent der Bevölkerung erfolgreich sind. Unzählige Businesscoaching-Seminare hören deshalb auf Titel wie „Wie du es schaffst, zum obersten Prozent zu gehören.“, oder so ähnlich.

Ich behaupte, dass alle, die solche Titel erstellen und so denken, so weit weg vom Erfolg sind, wie die Sonne von der Erde. Und das behaupte ich auch noch, wenn diese Menschen vielleicht sogar millionenschwer sein mögen. 

Warum? Ganz einfach! Sie haben schon das grundlegendste Prinzip des Erfolgs nicht verstanden. Nämlich, dass jeder Erfolg ein persönlicher Erfolg ist.

Das bedeutet, jeder Mensch auf dieser Welt ist auf seine Art und Weise erfolgreich. Manche haben Geld um ganze Städte zu bauen, andere wiederum schaffen heute fünf statt vier Liegestütze, wie vor zwei Wochen noch.

Erfolg ist nichts anderes als heute besser zu sein, als man gestern war – und das ist jeder von uns! Sonst würden wir wohl immer noch kein Wort sprechen und auf unseren Knien rum krabbeln.

Trotzdem bleibt keine Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Denn so wie jeder erfolgreich ist, so kann jeder von uns auch noch erfolgreicher werden. 

Und weil man sprichwörtlich rostet, wenn man rastet, zeige ich dir heute anhand eines gerade erlebten Beispiels aus meiner Arbeit und ein paar Denkanstößen, wie das im täglichen Leben funktioniert

Goethe oder Doris Durchschnitt?

Glaubt man den Erzählungen, so hat Thomas Edison, einer der größten Erfinder der Geschichte, über 10.000 (!) Fehlversuche gebraucht, bevor er die erste funktionierende Glühbirne entwickeln konnte. Und auch der bekannte Dichter, Johann Wolfgang von Goethe, sah Fehler lieber als „Aufklärungen“ von denen er profitierte, als sich davon aus der Bahn werfen zu lassen. 

Du siehst, solche klugen Köpfe stehen Fehlern also sehr offen gegenüber.

Leider wird uns dennoch sehr oft schon von klein auf gelehrt, dass Fehler etwas Schlechtes sind. Oftmals durch die Schule oder die Erziehung. Diese Fehler können sogar oftmals sogar zu ziemlich heftigen Bestrafungen führen. 

Und die Entwicklung zeigt deutlich, wohin uns das gebracht hat. Wir entwickeln uns in rasanter Geschwindigkeit immer weiter in Richtung einer Null-Fehler-Gesellschaft, ohne jeglicher Toleranz gegenüber Missgeschicken.

Daher eine kurze Zwischenfrage an dich: Glaubst du lieber an das Weltbild der verbitterten Frau Professor Doris Durchschnitt, die dir jeden noch so kleinen Fehler ausnahmslos ankreidet und dir am liebsten ganz old-school die Rute über die Finger ziehen würde? 

Oder glaubst du doch lieber Goethe, dem Mann mit dem höchsten IQ der Geschichte, der sich über Fehler freute, weil er wusste, dass sie ihn weiter bringen können.

Ich glaube und hoffe, dass du für Goethes Sichtweise bist. Falls du aber immer noch zweifelst ob Fehler wirklich etwas Gutes sind, kommt hier der ultimative Beweis:

 

 

Mega, oder? 

So, jetzt wo du hoffentlich auf meiner Seite bist, lass mich dir erklären, wie du nun aus Fehlern lernen kannst.

Ich möchte dir diese Schritte gerne anhand eines Beispiels näher bringen, welches mir persönlich vor zwei Tagen erst passiert ist. Dieses Beispiel war kein eindeutiger persönlicher Fehler und deshalb nicht leicht als solcher erkennbar – dafür aber umso wertvoller.

Meine kleine Erlebnisgeschichte

Vor kurzem bin ich bitter auf die Schnauze gefallen. Nicht wirklich, aber umgangssprachlich. 

Es war Donnerstag vor einer Woche, als ich in der Arbeit bei einem Kaffeeautomaten-Gespräch mitbekam, dass in einer Schule, gleich gegenüber von meiner Firma, ein berufsbegleitendes Marketing-Studium angeboten wird. 

Da ich mich schon seit Jahren gerne für so ein Studium interessierte, dachte ich „Das ist die Chance!“. Ich habe mich gleich telefonisch für den Platz beworben und am nächsten Tag saß ich auch schon beim Vorstellungsgespräch in der Schule.

7 Tage bis zum Studienstart

Das Vorstellungsgespräch verlief einigermaßen gut, aber noch hatte ich keine Gewissheit.

Ich habe natürlich trotzdem meinem Chef direkt nach dem Vorstellungsgespräch mitgeteilt, was ich vorhatte. Ich musste schließlich auch  noch anfragen, ob mein Anstellungsverhältnis für knappe zwei Jahre von einer Vollzeitbeschäftigung auf eine Teilzeitbeschäftigung verringert werden könnte. Nur so wäre das Studium überhaupt durchführbar gewesen.

Da dies aber bei anderen Mitarbeitern auch schon funktioniert hat, war ich vorerst ziemlich siegessicher. Auch wenn mein Chef meinte, dass er darüber schlafen müsse und nicht so begeistert ist.

3 Tage bis zum Studienstart

Irgendwie musste ich trotz zerknittertem Hemd und regennassen Haaren beim Vorstellungsgespräch ein gutes Bild abgegeben haben. Es war Dienstag, der 18.09. und da war sie, die Email mit dem offiziellen Ja der Universität. Ich war tatsächlich aufgenommen.

Ich wollte am liebsten einen Salto im Stand machen, entschied mich dann aber doch gegen einen Genickbruch und ging stattdessen zum Chef, um mit seiner Einverständnis zur Teilzeitanstellung alles zu besiegeln.

Aber wie heißt es so schön? Übermut kommt vor dem Fall.

Ganz nach diesem Motto wurde nur Sekunden später mein ganzer Zukunftsplan über den Haufen geworfen, als ich statt des erwarteten Ja´s vom Chef mit einer Absage abgespeist wurde.

„Aufgrund von mehreren möglichen Abgängen einiger Mitarbeit in der näheren Zukunft, sei es nicht möglich, mir meinen Wunsch der Arbeitszeitverringerung zu genehmigen. Das Risiko wäre zu groß.“, so der Chef.

Nachdem auch nach einiger Diskussion kein Kompromiss erreicht werden konnte, ging ich schließlich mit 50% Wut und 50% Enttäuschung aus dem Büro. Nur noch ein kleiner Funken Hoffnung war übrig, aber ich gab nicht so schnell auf.

1 Tag bis zum Studienstart und Anmeldeschluss

Ich überlegte mir tagelang Argumente, warum ich finde, dass ich eine Verringerung der Arbeitszeit verdient hätte. Und als ich gerade zum Chef gehen und meine Punkte vortragen wollte, war er nicht mehr im Haus. Er war auf dem Weg in den Urlaub. Somit war das Nein also in Stein gemeißelt und der Traum vom Studium offiziell geplatzt.

 

Im nächsten Abschnitt möchte ich dir zeigen, wie ich versuche, auch aus solchen scheinbaren negativen Situationen trotzdem so gut wie möglich zu profitieren.

5 Schritte zum Erfolg – vielleicht auch 6

  1. Die Analyse

Wäre ich nach dem Korb vom Chef immer noch mein 24-jähriges Ich gewesen, ich hätte wohl am liebsten ein Loch in die geschlossene Büro-Tür geschlagen. 

So denkt in diesem Fall doch fast jeder, oder? Nach solchen fadenscheinigen Argumenten und einem zumindest vorerst geplatzten Lebenstraum ist der Weg in die Opferrolle meistens schnell gefunden. Und der Stammtisch freut sich auch schon wieder über eine hitzige Diskussion über unfähige Chefs und, dass die sowieso alle nichts können.

Aber genau an diesem Punkt kommt das, was mit der „oberen Prozent“ – Regel wirklich gemeint ist, tatsächlich zum Tragen! 

Während Doris Durchschnitt nach diesem Schnitzer wahrscheinlich ihren Frust mit einer Flasche Wein ertränken und vor ihrem Freund, Otto Normal, ihrem Chef das Kreuz abfluchen würde, beginnen lösungsorientierte Menschen mit einem ganz anderen, wichtigen Prozess. 

Sie analysieren zuerst einmal, was eigentlich passiert ist.

Für so eine Analyse benötigt man vor allem zwei Dinge:

  • einen klaren, kühlen Kopf und Objektivität (also besser den ersten Ärger mal vorbei gehen lassen und runter kommen)
  • das notwendige Selbstreflexionsvermögen (ist eine Übungssache und wird von Mal zu Mal besser)

In meinem Beispiel kam ich bei der Analyse zu folgenden Erkenntnissen:

  • Ich habe innerhalb von 7 Tagen einen Studienplatz ergattern wollen und meinen Chef zwischen Tür und Angel dazu gedrängt, mir eine Teilzeitanstellung zu genehmigen
  • Unsere Firma sucht seit Monaten erfolglos neue Mitarbeiter
  • Meine gesamte Forderung beinhaltete unter diesen Umständen nicht einen einzigen Vorteil für die Firma
  • Ich habe mir nicht einmal 5 Minuten Zeit genommen, mich auf das Gespräch mit dem Chef vorzubereiten und mir Argumente zu überlegen
  • Ich hatte keinen Plan B, falls die Antwort unerwartet Nein lauten sollte

Du siehst, ich habe nicht sofort den Chef verurteilt. Das Gegenteil war der Fall. Ich habe versucht zu verstehen, warum er so gehandelt hat. Und warum die Situation so endete.

Dabei habe ich einfach alles hinterfragt, was mir eingefallen ist. Die Situation, in welcher die Firma gerade steckt, meine Art und Weise der Gesprächsführung, wer in welcher Rolle ist (wer fordert, wer erwidert) usw.

2. Das Eingeständnis

Natürlich fühlte ich mich vom Leben unfair behandelt und ärgerte mich auch nach wie vor über die Entscheidung meines Chefs. Doch nach den Erkenntnissen der Analyse musste ich mir einfach eingestehen, dass auch ich viele Dinge nicht richtig gemacht habe bzw. viel besser hätte machen können.

Das wichtigste wäre wohl mehr  Zeit gewesen. Hätte ich mir zumindest eine halbe Stunde Zeit genommen und mich gleich von vorn herein mit einer Win-Win Mentalität an die Sache gemacht, hätte ich bestimmte einige Argumente finden können, welche den Chef vielleicht überzeugt hätten. Zum Beispiel, dass ich nach dem Studium der Firma noch besser „dienen“ kann, weil ich X und Y gelernt habe.

Diese beiden Punkte brachten mich also schon mal auf die richtige Spur, aber es geht nichts über eine…

3. Rücksprache mit guten Freunden, dem Partner oder der Familie

Dieser Tipp ist einfach Gold wert! Kaum etwas auf dieser Welt kann einem so schnell weiterhelfen, wie ein guter Zuhörer, der möglichst unparteiisch ist und auch mal Fehler aufzeigen kann, ohne dabei zu verletzen.

Solltest du so jemanden kennen, dann nichts wie hin! Achte aber darauf, dass es nicht Doris Durchschnitt oder Otto Normal sind, die dich mit ihrem Pessimismus und ihrer Engstirnigkeit nur noch weiter nach unten ziehen…

4. Eigene Meinung bilden

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem genug Eindrücke da sein sollten, um sich eine klare Meinung über den Sachverhalt zu bilden.

Dabei muss man übrigens nicht immer ausnahmslos Reue zeigen. Man kann auch zu dem Entschluss kommen, dass der Fehler Dinge ans Tageslicht brachte, die schon lange hätten geklärt werden müssen. So passiert es oft bei Streitsituationen in Partnerschaften, wenn sich viele kleine Dinge über lange Zeit anstauen und so hartnäckige Wolken über der Beziehung liegen. Bis eines Tages der Damm bricht und endlich über alles „geredet“ wird.

Du siehst, sich einen Fehler eingestehen heißt nicht zwangsläufig, dass es gleich weiter laufen muss, wie vor dem Fehler. Manchmal kann er sogar der Beginn von einem ganz neuen, viel besseren, Kapitel sein.

Zurück zu meinem Beispiel: Nachdem ich die oberen Punkte abgeschlossen hatte, gestand ich mir ein, dass ich dringend an meiner Überzeugunskunst arbeiten muss. Nur so kann ich in Zukunft in ähnlichen Situationen als Sieger vom Platz gehen. Gleichzeitig habe ich aber auch erkannt, dass ich zukünftig nicht mehr so abhängig von einer Arbeitsstelle sein möchte und meine Firma offenbar nicht wirklich begeistert über meine Zukunftspläne ist.

5. Verzeihen, Anwenden und Blick nach vor

Nun, da die Meinung gebildet ist, kommt der wichtigste Teil. Das Verzeihen und Anwenden des Gelernten.

Jeder Mensch macht Fehler und wenn es irgendwie möglich ist, sollte man sich selbst oder dem anderen diesen irgendwann auch wieder verzeihen. Hilfreich kann dabei folgendes Denkmuster sein:

„Ich/bzw Person XY wussten es zu diesem Zeitpunkt noch nicht besser, deshalb kam es zu dem Fehler. Heute ist ein neuer Tag, deshalb gebe ich ihm/ihr/mir eine zweite Chance.“

Im Normalfall bedarf es schon viel, um jemanden nie wieder verzeihen zu können. Daher könnte es gut sein, dass du manchmal einfach über deinen Schatten springen musst.

Nachdem dieser Punkt erledigt ist, folgt nun der wichtigste Schritt.

Nun muss das Gelernte verinnerlicht und umgesetzt werden. Und zwar so lange, bis man es wirklich intus hat. Dafür muss man sich die nötige Zeit geben und sich wirklich immer und immer wieder dazu anhalten, weiter zu lernen.

Man ist dann zwar vermutlich noch kein Goethe, aber zumindest hat man Doris Durchschnitt auf halber Strecke stehen gelassen.

In meinem Fall läuft das Verinnerlichen nun folgendermaßen ab:

Da ich also gerne besser Überzeugen können möchte, habe ich mir umgehend einige Rhetorik Bücher bei Amazon bestellt und werde diese nun Seite für Seite durcharbeiten und anwenden. Dieses Vorhaben werde ich auch in meine nächste 1 Buch, 1 Seite, 1 Tag – Challenge integrieren. Und natürlich.. Alles hilfreiche aus diesen Büchern erfährst du nach einer erfolgreich abgeschlossenen Testphase hier auf Tylax. 🙂

Und da auch meine Zukunft nicht mehr so stark von einer Firma abhängig sein sollte, werde ich nun noch motivierter daran arbeiten, weitere Einnahmequellen zu generieren. Zum Beispiel mit Tylax, Trading, Freelancing etc. Es gibt viele Möglichkeiten, und auch hier gilt: Was funktioniert, landet auf Tylax.

So einfach ist das. Nun noch Blick nach vor und ab gehts!

6. Bitte, bitte ein Bonustipp

Ok.. Hier ist ein Zitat von Otto von Bismarck. Und so unnötig ich auch den ersten Teil des Zitates finde, so wichtig ist der zweite Teil:

„Nur ein Idiot glaubt, aus eigenen Erfahrungen zu lernen. Ich ziehe es vor, aus den Erfahrungen anderer zu lernen, um von vornherein eigene Fehler zu vermeiden.“ – Otto von Bismarck

Wenn du mit offenen Augen durch die Welt gehst und aktiv zuhörst, kannst du sehr viel von anderen Menschen lernen. Vor allem auch aus ihren Fehlern. So kannst du dir extrem viel Zeit, Geld und Nerven sparen.

Ich hoffe, dass dir dieser Artikel gefallen hat und du dadurch vielleicht aus deinen eigenem Fehler profitierst und so noch erfolgreicher wirst. Falls du Hilfe bei einem schwierigen Problem brauchst oder noch weitere Tipps für mich und die epische Tylax Community hast, schreib es bitte jederzeit unten in die Kommentare.

Nächstes Mal geht es übrigens darum, wie du Faulheit überwinden kannst. Falls das ein Problem für dich darstellt, wirst du sicher viel Freude mit dem Artikel haben.

Also dann, mach´s gut und vergiss niemals: Das Leben ist einfach zu kurz, um durchschnittlich zu sein!

Mathias